Respekt und Anerkennung

 

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Respekt zeigen (und bekommen) und Anerkennung geben (und bekommen), sind wichtige Bedürfnisse, die die Achtung, die Aufmerksamkeit und Wertschätzung gegenüber anderen und gegenüber sich selbst in der Begegnung mit den Mitmenschen zu einem wichtigen Teil der sozialen Interaktion machen. Respekt selbst zu erfahren ist wichtig, um auch selbst gegenüber anderen Respekt geben zu können. “Ein demokratisches Miteinander verlangt auf allen gesellschaftlichen Ebenen, dass jedem Menschen, unabhängig von Alter, Bildung, Vermögen, Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Religion, Hautfarbe, Gesundheitszustand und Gruppenzugehörigkeit das Maß an Anerkennung zukommt, das notwendig ist, um ungehindert an Kommunikations- und Entscheidungsporzessen partizipieren zu können." (vgl. BPB "Respekt und Anerkennung")

Grundlagen

coming soon…

Gesamtziel

Die Schüler*innen lernen, was Respekt und Anerkennung mit ihnen, mit ihrem Agieren in der Gruppe, mit anderen Menschen zu tun hat. Sie lernen das Projekt “Respekt Coaches” kennen. Das Thema Respekt dient hier als Einstieg, eine Klasse/Gruppe kennenzulernen, auf verwandte, konfliktbelastetere Themen vorzubereiten oder nicht offensichtliche Themen zu erkennen, die in Folgeworkshops bearbeitet werden.

Methoden incl. Praxistipps

VISUELL

Kurzfilm über “Respekt Coach”
Vorstellung

Pädagogisches Ziel

  • Vorstellen des Projekts “Respekt Coach”

  • Schaffen einer ersten Vertrauensbasis

Zielgruppe(n)
Jugendliche im Projektkontext

Zeitlicher Rahmen
ca. 10 Minuten

Beschreibung
Zu Beginn der Stunde stellt sich der Respekt Coach den Schüler*innen vor. Es wird gefragt, warum ein Respekt Coach an der Schule ist und was die Aufgaben eines Respekt Coaches sind. Nach einer kurzen Ideensammlung wird ein kleiner Film, der die Aufgaben des Respekt Coaches erklärt, abgespielt. Somit können sich die Schüler*innen etwas unter dem Projekt vorstellen. Eine erste Vertrauensbasis wird geschaffen.

Notwendige Medien/ Material
Film vom RC-Standort Sulzbach-Rosenberg

Erfahrungen
Der Film wurde zum Beginn des Workshops in der Klasse eingespielt

Ansprechpartner
Sinah Mönch

SZENISCH-SPIELERISCH

Warm up
Stuhltausch

Pädagogisches Ziel
In diesem Spiel lernen die Schüler*innen ganz nebenbei Gemeinsamkeiten mit ihren Mitschülern kennen. Außerdem bringt es Bewegung in die Klasse und erfordert ein schnelles Reaktionsvermögen.

Zielgruppe(n)
Jugendliche im Projektkontext

Zeitlicher Rahmen
ca. 15 Minuten

Beschreibung
Es wird ein Stuhlkreis gebildet, mit einem Stuhl weniger als die Anzahl der Teilnehmer*innen. Eine/r geht in die Mitte. Der Respekt Coach ruft: „Alle, die braune Augen haben, tauschen die Plätze!“. Alle Schüler*innen mit braunen Augen müssen nun aufspringen und mit einer anderen braunäugigen Person den Stuhl tauschen. Der Schüler bzw. die Schülerin versucht, während die anderen herumrennen, einen freien Stuhl zu ergattern. Wer am Ende keinen Platz gefunden hat, ist der Nächste in der Mitte. Ein respektvoller Umgang (nicht schubsen etc.) wird vorher mit den Schüler*innen besprochen.

  • alle, die drei Geschwister haben,

  • alle, die Pizza mögen,

  • alle, die gern Fußball spielen,

  • alle, deren Lieblingsfarbe blau ist,

  • alle, die noch nie ihre Hausaufgaben vergessen haben, etc.

Notwendige Medien/ Material
Stühle entsprechend der Anzahl der Schüler*innen im Raum

Erfahrungen
Wurde in der Jahrgangsstufe 7 an der Luitpoldschule in Amberg durchgeführt

Ansprechpartner
Sinah Mönch

 

Assoziationsübung
Was verbindest du mit “Respekt”?

Pädagogisches Ziel
Die Schüler*innen machen sich ein erstes gemeinsames Bild, was sie unter Respekt verstehen, und beginnen, sich langsam und sukzessive der Thematik zu nähern.

Zielgruppe(n)
Jugendliche im Projektkontext

Zeitlicher Rahmen
ca. 15 Minuten

Beschreibung
Mit der Übung stellen sich die Schüler*innen die Frage, was für sie Respekt bedeutet und was sie damit assoziieren. Es wird ein Blatt ausgeteilt, bei dem die Buchstaben des Wortes untereinander stehen. Die Schüler*innen sollen nun überlegen, welche Wörter ihnen zu dem Thema einfallen. Danach werden einige Beispiele vorgelesen.

Notwendige Medien/ Material
ausreichend Blätter und Stifte

Erfahrungen
Wurde in der Jahrgangsstufe 7 an der Luitpoldschule in Amberg durchgeführt

Ansprechpartner
Sinah Mönch

 

(SOZIAL-)RÄUMLICH

Soziometrische Übung
Was ist für dich Respekt?

Pädagogisches Ziel
Nachdem die Schüler*innen festgelegt haben, definieren sie sich jetzt mit Hilfe konkreter Beispiele ihren persönlichen Standpunkt zum Respektbegriff und erfahren, wie die “anderen” in der Gruppe dazu stehen. Sie erfahren gemeinsame Positionen sowie gegensätzliche und erleben, dass dies unter Menschen in einem Raum möglich ist.

Zielgruppe(n)
Jugendliche im Projektkontext

Zeitlicher Rahmen
ca. 25 Minuten

Beschreibung
Der Respekt Coach leitet zur Übung „Mein Standpunkt zur Frage: Ist das Respekt?“ über: Der Raum wird durch ein Band, einen Kreppstreifen oder einen Kreidestrich am Boden in zwei Hälften geteilt. Die eine Wand gegenüber des Streifens wird als völlige Zustimmung, die andere als völlige Ablehnung bestimmt. Der Mittelstreifen selbst symbolisiert eine neutrale Position. Das kann ggf. auch durch ein Schild sichtbar gemacht werden. Die Schüler*innen stehen hintereinander auf dem Mittelstreifen.

Anschließend liest der Respekt Coach verschiedene Aussagen vor, und die Schüler*innen positionieren sich entsprechend:

Respekt ist ...

  • wenn ich meinen Eltern nicht widerspreche

  • wenn ich jemanden bewundere, der stark oder mächtig ist

  • wenn ich versuche, mich in die Situation von jemandem hineinzuversetzen

  • wenn ich höflich bin

  • wenn ich Angst vor jemandem habe

  • wenn ich Achtung vor jemandem habe, der etwas Besonderes geleistet hat

Anschließende Diskussion mit folgenden Fragen (Reflexion):

  • Warum wird das Wort Respekt in so vielen unterschiedlichen Bedeutungen genutzt?

  • Was ist eurer Meinung nach der Unterschied zwischen Respekt und gutem Benehmen?

  • Steht jedem Mensch Respekt zu

  • oder muss man sich Respekt immer verdienen?

Notwendige Medien/ Material
1 Rolle Kreppklebeband oder Kreide

Erfahrungen
Wurde in der Jahrgangsstufe 7 an der Luitpoldschule in Amberg durchgeführt

Ansprechpartner
Sinah Mönch

VISUELL

Kurzfilm Bundeszentrale für Politische Bildung: Format “Ahnungslos”
Ahnungslos - -Was ist eigentlich Respekt?

Pädagogisches Ziel
Das Format "Ahnungslos" soll politische Bildung auf spielerische und spaßige Art und Weise vermitteln und insbesondere Bürger*innen und junge Erwachsene ansprechen, die sich sonst eher weniger oder gar nicht mit politischen Themen beschäftigen. So wird ein erleichterter Zugang zu Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen.

Zielgruppe(n)
Jugendliche im Projektkontext

Zeitlicher Rahmen
ca. 10 Minuten

Beschreibung
Nachdem die Soziometrische Übung beendet wurde und die Schüler*innen sich mit mehreren Aussagen auseinandergesetzt haben, wird nun ein Film der Bundeszentrale für politische Bildung gezeigt. In diesem Kurzfilm geht es um das Wort Respekt und in welchen Zusammenhängen es verwendet wird.

  • Wie wird hier Respekt erklärt?

  • Was war neu für euch?

  • Was sind eure eigenen Erfahrungen mit Respekt im Alltag?

  • Was fehlte im Film?

  • Könnt ihr anderen jetzt erklären, was Respekt ist?

Notwendige Medien/ Material
Link zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=Ak-eTNquCbg

Erfahrungen
Der Film wurde während des Workshops in der Klasse eingespielt

Ansprechpartner
Sinah Mönch

Kreativübung zum Abschluss
Eigene Meinung - Respekt ist für mich…

Pädagogisches Ziel
Reflexion des Erfahrenen, Vertiefung der Inhalte

Zielgruppe(n)
Jugendliche im Projektkontext

Zeitlicher Rahmen
ca. 15 Minuten

Beschreibung
Die Schüler*innen bekommen ein weiteres Arbeitsblatt ausgeteilt, auf dem verschiedene Fragen zum Thema gestellt werden. Eine persönliche Auseinandersetzung erfolgt.

Folgende Fragen werden beantwortet:

  1. Welche Rolle spielt Respekt in deinem Leben?

  2. Wie fühlt es sich an, respektvoll behandelt zu werden?

  3. Hat dich schon einmal jemand respektlos behandelt? Wie fühlt sich das an?

  4. Wie verschaffst du dir Respekt? Wie fühlt sich das an?

 

Notwendige Medien/ Material
ausreichend Arbeitsblätter, Stifte

Erfahrungen
Die Übung wurde während des Workshops in der Klasse durchgeführt

Ansprechpartner
Sinah Mönch

Hintergrundinformationen

Erfahrungen

Das Modul wurde von Sinah Mönch, Respekt Coach, an der Luitpoldschule in Amberg entwickelt und durchgeführt. Es war vorbereitend für die Workshops Stereotype/Vorurteile und Schimpfwörter.

Verwandte Themen

coming soon…

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat 2013 einen 13-seitigen Methodensammlung zu Workshop für den Einsatz in Gruppen zum Thema “Respekt und Anerkeunng” erstellt. Diese ist hier abrufbar.

 

 

Populäre Stichwörter

Suchmöglichkeiten
Mitmachen

Seite als pdf/word herunterladen?
Klicke auf die drei Punkte oben rechts!

 

 


Der Methodenkoffer wird von der Evangelischen Jugendsozialarbeit Bayern e.V. im Rahmen des Projektes "Alles Glaubenssache?“ der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et) entwickelt.